Im Vergleich zur Augsburger Écuelle von Marx Weinold, die hier ebenfalls präsentiert wird, weist dieses Exemplar keine Füße mehr an der Schüssel auf. Die Füße am Deckel sind in vereinfachter Form (C-förmig) noch erhalten, damit auch diese Écuelle in zwei Schalen aufgeteilt werden kann. Der Deckel ist ebenfalls am Rand godroniert, jedoch entfallen die starken Verzierungen der Weinold-Écuelle. Nicht mehr durchbrochen sind die ebenfalls seitlich horizontal angesetzten Henkel.
Mehrfach punziert ist die Écuelle mit dem Augsburger Beschauzeichen (Pyr) sowie dem Meisterzeichen für Johann Jacob Keller (Köhler), (Seling 2147), der von 1722-1773 wirkte.
Von diesem Meister ist wenig erhalten. Nach Rosenberg 3, Nr. 890 befindet sich von Keller eine Dose im Kunstgewerbemuseum Sankt Petersburg.
(501) Erworben bei Christie´s Auctions, London