Frühe Londoner Kaffeekanne der Queen Anne Periode

Britanniasilber (958/1000)
London 1710
ca. 741 g schwer, ca. 24,0 cm hoch
Epoche Queen Anne

Eine Kaffeekanne mit dem für die Zeit typisch, seitlich angebrachten Griff. Der Korpus ist zylindrisch, der abnehmbare Deckel ist gewölbt mit einer eher dezenten Deckelzier sowie gerollter und gegabelter Daumenrast. Den Augsburger Barockkannen ähnlich ist der Ausguss mit einem Klappdeckelchen versehen.

Auf dem ansonsten glatten Korpus ist ein Wappen graviert, welches den Familien Ayscough und Reynell zuzuordnen und durch eine Heirat entstanden ist (siehe Gutachten). Die Familie lebte vermutlich in der Grafschaft Wiltshire im Südwesten Englands .

Gemarkt ist die Kaffeekanne mit der Britannia für 958er Silber, mit dem erhobene Löwenkopf für London, mit dem Meisterzeichen LO für Nathaniel Lock (e) 1697-1749, Blackwell Hall Court, Cripplegate, London sowie dem Jahresbuchstaben P für das Herstellungsjahr 1710.

Der Meister war herausragend in seiner Zeit und auf Trinkgefäße spezialisiert. Objekte von ihm sind u.a. ausgestellt im Metropolitan Museum, New York City sowie im Victoria & Albert Museum, London.

In der Ausführung ähnelt das Objekt stark der in dieser Sammlung befindlichen Schokoladenkanne von Gabriel Sleath.

(130) Erworben bei O’Gallerie, Portland, OR, USA

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