Diese Menage ist komplett mit Originalteilen bestückt und stellt eine beindruckende Silberarbeit aus London, Mitte des 18. Jahrhunderts dar. Obwohl es schon Anfang des 18. Jahrhunderts erste Exemplare dieser Menages in London gab, setzte sich die hier vorhandene Form erst um 1750 durch. Es kann also durchaus von einem früheren Exemplar ausgegangen werden.
Das Gestell, mit seiner seitlich angebrachte und gravierten Kartusche, steht auf vier Muschelfüßen und es können fünf Gefäße darauf platziert werden: drei silberne Streugefäße sowie zwei schwere Flaschen mit Silberverschluss für Essig und Öl. Darüber hinaus stehen zwei kleinere Ringe zur Ablage der Flaschenverschlüsse zur Verfügung. Der mittig angebrachte und kunstvoll geformte Tragegriff ist abschraubbar.
Gepunzt ist die Menage mit dem linksschreitenden Löwen für Sterlingsilber, mit dem gekrönten Leopardenkopf für London, mit dem Jahresbuchstaben A für das Jahr 1756 sowie mit der Meistermarke S·W für Samuel Wood, Foster Lane, London. Arthus G. Grimwade schreibt über ihn: „Through his apprenticeship to Thomas Bamfort, who had himself bound to Charles Adam, Wood came of a continuous line of specialised caster makers …“. Seine Arbeiten sind heute noch vielfach erhalten und zeichnen sich durch hohe Qualität aus. Exponate von Wood finden sich im Metropolitan Museum, New York City, im Portland Museum, im Seattle Art Museum, im Mount Vernon Museum, VA und auch im Fitzwilliam-Museum, Cambridge.
(200) Erworben bei Lyon & Thunbull Auctions, Edinburgh