Spätgotisches Ziborium aus Spanien

vermutlich 9 (750/1000) oder 10 (833/1000) Dineros Silber
Spanien 16. Jahrhundert
ca. 505 g schwer, ca. 22 cm hoch
Spätgotik

Ein Ziborium (lat. ciborium „Trinkbecher“), auch Speisekelch oder Hostienkelch genannt, ist ein Gefäß, das in der katholischen Kirche und den orthodoxen Kirchen zur Aufbewahrung konsekrierter Hostien verwendet wird. Im Gegensatz zur Pyxis wurde das im Maß höhere Ziborium für die Eucharistie verwendet, d.h. es wird vom Priester während der Messe genutzt.

Die hexagonal geformte Kuppa steht auf einem runden, godronierten und gravierten Standfuß. Ein aufklappbarer Deckel schließt die Kuppa, deren Wandung mit gravierten floralen Mustern verziert ist. Das Einsteckkreuz fehlt.

Das Ziborium ist aus vergoldetem Silber und ist mehrfach gemarkt mit der Punze VAZ (nicht zuzuordnen) und Tremolierstrich.

(2002) Erworben bei Balclis subastas de arte, Barcelona

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