Teedose von Emick Romer, London, 1766

925er Sterlingsilber (925/1000)
London 1766
ca. 322 g schwer, ca. 16,0 cm hoch, ca. 8,5 x 7,5 cm, ca.0,5 l Füllvolumen
Epoche: frühe George III Periode

Der Teekanister stammt aus der frühen George III-Periode, die dem kontinental-europäischen Rokoko entspricht. Der rechteckige Korpus dieser Teedose ist geschwungen, steht auf vier Volutenfüßen und ist ganz im Chinoiserie-Stil gehalten. Der Deckel ist leicht gewölbt, mit Blütenmotiven verziert und mit einer Daumenrast ausgestattet. Als Deckelknauf dominiert eine sitzende chinesische Figur. An drei Seiten ist der Korpus mit fein gearbeiteten chinesischen Szenen versehen, die Front Seite dagegen beinhaltet ein Medaillon mit einem Familienwappen (Hirsch Geweih). Die damalige Teeherkunft prägte in Anlehnung an China die Gestaltung. Dennoch sind insbesondere die geschwungenen Teedosen im Chinoiserie-Stil aus dieser Zeit selten.

Gepunzt ist die Teedose mit dem linksschreitenden Löwen für Sterlingsilber, mit dem gekrönten Leopardenkopf für London, mit dem Jahresbuchstaben L für das Jahr 1766 sowie mit der Meistermarke ER für Emick Romer, der aus einer Osloer Goldschmiede Familie stammte, um 1750 nach London, 123 High Holborn, zog und in dieser Zeit mit Parker & Wakeling kooperierte. Romer ist bekannt für eine hohe Qualität und seine außergewöhnlichen Stücke. Exponate von ihm finden sich u.a. im Clark Art Institute, Williamstown, MA, im Fitz-William-Museum, Cambridge, im MET-Museum, New York City sowie im Victoria & Albert Museum, London.

(326)  Erworben bei Dreweatts, Newbury, UK

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