Dieses schöne Objekt ist vergleichbar mit der in der Sammlung befindlichen, zeitgenössischen Teekanne von Charles Overing. Ein Teekännchen wie eine Birne mit glatter Oberfläche geformt, jedoch mit einer geschwungenen Tülle versehen. Ebenfalls wie bei der Overing-Kanne ist der Klappdeckel stark gewölbt, der Deckelknauf ist jedoch aus Silber gefertigt. Die Handhabe ist aus ebonisiertem Holz.
Die gepunzten Buchstaben P (*) und E stehen für den Meister John Pero, London (Grimwade 2171), die Britannia steht für 958er Silber, der erhobene Löwenkopf steht für London und der Jahresbuchstabe C steht für 1718.
Dieses Exemplar ist ebenfalls der Queen Ann-Periode zuzuordnen. Typische Varianten der Zeit sind neben der runden, die achteckige Form, mit jeweils gerader bzw. geschwungener Tülle. Kannen der Periode sind wertvoll, sie zählen zu den ersten europäischen Teekannen aus Silber. Tee wurde ca. 1650 erstmals in London eingeführt. Wegen des hohen Teepreises fallen die Teekannen dieser Periode bis ca. 1775 eher klein aus. Gebrautes Teekonzentrat wurde mit erwärmtem Wasser aus Kesseln oder Samowars zu genießbarem Tee gestreckt.
Exponate von Pero sind selten. Grimwade: “…..his work, which is rare, shows a high standard and individual character.”
(187) Erworben bei Auktionshaus Lempertz, Köln