Teekanne von Charles Overing

Britanniasilber (958/1000)
London 1717
ca. 373 g schwer, ca. 17 cm hoch
Epoche George I

Die kleine Teekanne ist wie eine Birne mit glatter Oberfläche geformt und mit einer geraden Tülle versehen. Der Klappdeckel ist hochgezogen und der Deckelknauf ist wie die Handhabe aus Holz gefertigt.

Die gotischen Buchstaben O und v stehen für den Meister Charles Overing, London (Grimwade 2110), die Britannia für 958er Silber, der erhobener Löwenkopf für London (verwischt) Und der Jahresbuchstabe B für 1717.

Die Teekanne ist mit ihrer Birnenform und fehlenden Verzierungen der Queen Ann-Periode zuzuordnen. Typische Varianten der Zeit sind neben der runden, die achteckige Form, mit jeweils gerader bzw. geschwungener Tülle. Kannen der Periode sind wertvoll, sie zählen zu den ersten europäischen Teekannen aus Silber. Tee wurde ca. 1650 erstmals in London eingeführt. Wegen des hohen Preises für Tee bis ca. 1775 fallen die Teekannen dieser Perioden klein aus. Es wurde ein Teekonzentrat gebraut, welches mit erwärmtem Wasser aus Kesseln oder Samowars zu genießbarem Tee gestreckt wurde.

Exponate von Overing finden sich auch im MET-Museum und anderen prominenten Sammlungen.

(246) Erworben bei Hampel Kunstauktionen, München

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