Eine barocke und ovale Platte mit gewellter Fahne, die reichlich mit getriebenen Rocaillenranken und Akanthusblättern verziert ist. Den Spiegel ziert ein getriebenes Landschaftsmotiv mit sitzender Frauenfigur. Das von ihr gehaltene Füllhorn ist ein mythologisches Symbol des Glücks. Es ist mit Blumen und Früchten gefüllt und steht für Fruchtbarkeit, Großzügigkeit, Reichtum und Überfluss.
Markiert ist die vergoldete Prunkplatte mit der Pyr (oder auch Zirbelnuss genannt) für Augsburg 1692-1697 sowie mit der Vogelmarke für den Meister Antoni Grill I (Seling 1690).
Antoni Grill I legte 1668 seine Meisterprüfung ab und stammte aus einer berühmten Augsburger Goldschmiedefamilie. Prunkplatten waren seine Spezialität. Exponate von ihm sind u.a. ausgestellt im Kunsthistorischen Museum Wien, in der Residenz München, im Nationalmuseum Budapest und im Museum für angewandte Kunst in Frankfurt/Main.
(444) Erworben bei Kunsthaus Lempertz, Köln