Vergoldeter Nürnberger Traubenpokal von Thomas Stoer d.Ä.

13-lötiges Silber (813/1000)
Nürnberg, um 1600
ca. 219 g schwer, ca. 27,5 cm hoch, ca. 8 cm Ø
Stilistisch dem Übergang von der Renaissance zum Barock zuzuschreiben

Der getriebene, gegossene, ziselierte und vergoldete runde Pokal ist mit traubenförmig angeordneten getriebenen Buckeln auf Kuppa und Deckel gearbeitet. Der Schaft ist als gewundener Zweig modelliert und der Sockel ist im Einklang mit dem Gefässkörper gestaltet. Ein Blumenbouquet dient als Deckelbekrönung. Die Kuppa bildet mit dem Deckel eine vollkommen ebenmäßig gefertigte Traube, die aus einem naturalistischen Stamm herauswächst.

Nürnberg war zur Entstehungszeit Zeit des Pokals das Europäische Zentrum des Goldschmiedehandwerks. Die Pokale wurden oft als Meisterarbeiten gefertigt, genutzt wurden sie als Prunkobjekte sowie zum Begrüßungstrunk oder Umtrunk an der Festtafel.

Ein sehr begehrtes Sammlerobjekt.

Thomas Stoer der Ältere (873 GNM) wurde in Böhmen geboren und erlangte seine Meisterwürde 1597. Exponate von Stoer sind u.a. im Museum für Kunsthandwerk, Hamburg, im Marburger Universitätsmuseum, in der Eremitage Sankt Petersburg, im Kunstmuseum Düsseldorf, im Mainfränkischen Museum Würzburg und im Kunsthistorischen Museum Wien zu finden.

(471) Erworben bei Grisebach Auktion, Berlin, Provenienz: Sammlung Kurt Rhode und Frieda Hinze

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