Eine sehr gut erhaltene Vermeile Helmkanne des Augsburger Goldschmiedemeisters Zacharias Greiner (Meister 1725 – 1736). Greiner arbeitete in den Hochzeiten des deutschen Barocks, dessen Ornamentik die Kanne hervorragend widerspiegelt. Helmkannen wurden in den feinen Gesellschaften als Teil von Lavabo-Garnituren zum Handwasch-Ritual vor Banketten genutzt. Die im Zeitraum 1729-1733 produzierte Kanne besteht aus feuervergoldetem Silber. Der Korpus ist mit horizontalen Bandprofilen segmentiert und steht auf einem Fuß mit Akanthusverzierungen. Die Helmkanne ist getrieben bzw. wurde teilweise gegossen, die Blattverzierungen sind graviert, alles ist sehr fein ausgeführt.
Gepunzt ist die Helmkanne mit ZG für Zacharias Greiner (Seling Nr. 2171), der Pyr für Augsburg 1729-1733 sowie einer belgischen Import Marke des 19. Jahrhundert.
Vom Meister sind nur wenige Stücke erhalten. Als Provenienz wird Gregory de Ligne Gregory (1786-1854) of Harlaxton Manor, Lincolnshire, geerbt seitens Sir Glynne Earle Welby-Gregory 3rd Bt. (1806-1875) und danach in der Familie angegeben.
(788) Erworben bei Christie´s Auctions, London