Nürnberger Barock-Salière von Oswald Haußner

13-lötiges Silber (813/1000)
Nürnberg, um 1655
ca. 30 g schwer, ca. 4 cm hoch
Barock

Die Salière besticht in der Form einer Muschel mit zwei seitlichen Spangen, die auf drei Delphinfüßen steht. Das Innere der Salière ist vergoldet.

Gepunzt ist die Salière mit N, dem Beschauzeichen für Nürnberg, sowie den Buchstaben OH für den Silberschmied Oswald Haußner, Meister von 1637-1671 (GNM 0333).

Von Oswald Haußner finden sich im GNM Katalog zwei in der Form angelehnte Muschelpokale (GNM 647 in Nürnberg und GNM 649 im Historischen Museum in Bern). Seine Salzgefäße in Muschelform werden u.a. ausgestellt im Landesmuseum in Stuttgart, in Schloss Aschach sowie in der Eremitage in Sankt Petersburg. Weitere Objekte wie Muschelpokale und Römer befinden sich im Museum für angewandte Kunst in Wien und im Historischen Museum in Moskau. Darüber hinaus befinden sich Salzschalen ähnlichen Typs des Nürnberger Goldschmieds Simon Lang im Landesmuseum in Stuttgart (GNM 665 und 666).

Beginnend im 16. Jahrhundert und fortgesetzt im 17. sind in Deutschland und mit Schwerpunkt in Augsburg und Nürnberg zahlreiche Formen von Salzschalen bekannt. Für die Spätrenaissance ist die Muschelform auf Deplhinfüßen kennzeichnend. (vgl. Overzier, Claus). Diese Form verbindet die Metapher Muschel mit Meersalz und hält sich bis Mitte des 18. Jahrhunderts.

(478) Erworben bei Koller Auktionen, Zürich

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