Diese frühe Form der silbernen Schreibgarnituren ist laut Clark Art Institute als selten einzustufen. Die Garnitur steht auch einem rechteckig geformten und auf vier Volutenfüßen stehenden Tablett. Den Rand definieren und zieren Rocaillenmuster sowie Liniengravuren. Auf die drei runden Sockel im Spiegel des Tabletts werden die Gefäße für Tinte und Löschsand sowie das Handglöckchen platziert. Eine längliche Auskerbung dient zur Ablage von Schreibgeräten.
Gepunzt ist die Schreibgarnitur mit dem linksschreitenden Löwen für Sterlingsilber, dem gekrönten Leoparden für London sowie mit dem Jahresbuchstaben C für das Jahr 1738. Die Meistermarke DW steht für David Willaume II, der einer bekannten Hugenottenfamilie entstammte. Er war in Ausbildung bei seinem Vater David Willaume I, von dem sich Exponate in dieser Sammlung befinden. (siehe Tazze, Deckelpokal). Exponate seines Sohnes sind u.a. im Besitz des Metropolitan Museums, New York City, des British Museums sowie des Victoria & Albert Museums, beide in London.
(179) Erworben bei Auktionshaus Zeller, Lindau